Muss nachehelicher Unterhalt wirklich lebenslang gezahlt werden?

Der besser verdienende ehemalige Ehegatte muss nicht lebenslang Unterhalt an den früheren Partner zahlen. Der Aufstockungsunterhalt darf auch dann befristet werden, wenn die Ehe 20 Jahre angedauert hat. Nur wenn noch ehebedingte Nachteile vorliegen, zum Beispiel in der Folge von Haushaltstätigkeit und Kindererziehung, ist eine Befristung ausgeschlossen. Wenn der Unterhalt verlangende Ehegatte Einkünfte erzielt, die er auch ohne Ehe erhalten würde, ist es für ihn zumutbar, auf den höheren Lebensstandard nach den ehelichen Lebensverhältnissen zu verzichten. BGH Az XII ZR 11/05, und XII ZR 15/05, Urteile vom 26.9.2007


Eingestellt am 05.10.2007 von W.Magerl , letzte Änderung: 05.10.2007
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1 Kommentar zum Artikel "Muss nachehelicher Unterhalt wirklich lebenslang gezahlt werden?":

Am 23.06.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Seit 1982 zahle ich Unterhalt, zunächst für meine Ex-Frau und zwei Kinder, dann erhalte ich das Sorgerecht für beide Mädchen und muß lt. OLG-Urteil Ehegattenunterhalt an meine Ex-Frau zahlen, das empfinde ich nunmehr mit fast 64 Jahren unfair und ungerecht!

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